Wie real ist der Roman „ Verrat in München und Burghausen”?

Sehr geehrter Herr Brym, ich interessiere mich für Ihren neuen Roman „ Verrat in München und Burghausen“. Allerdings stellt sich mir die Frage wie real ihr Buch historische Fakten und Personen wiedergibt. Was erfährt man über den Antifaschisten Hermann Frieb aus München? Wie real ist ihre Darstellung von Personen wie Wilhelm Olschewski, Hans Beimler oder von Heinrich Breu aus Burghausen. Gab es auch Widerstand in dem kleinen Marktflecken Kraiburg am Inn ?

 

Viele Grüße Hanelore F. aus München

 

Antwort Hallo und danke für Ihre Zuschrift. Nun zu Ihren Fragen. Erfunden sind in dem Roman nur der Held und sein familiäres Umfeld. Grundsätzlich-  Das Buch “ Verrat in München und Burghausen“ versucht Geschichte auf antifaschistischer Grundlage lebendig werden zu lassen. Wichtige Personen des Widerstandes aus den Städten Burghausen, Altötting, Neuötting und München werden dem Vergessen entrissen. Fehler der Arbeiterbewegung werden konkret auf örtlicher Basis von 1933 bis 1935 benannt. Die Geschichte ist eingebettete in die allgemeine Lage. Neben örtlichen antifaschistischen Personen wie Hermann Frieb- München- Heinrich Breu- Burghausen kommen auch die Nazis zentral und dezentral vor. Von dem NSDAP Kreisleiter in Mühldorf am Inn, bis hin zu dem späteren “ Polenschlächter“ Hans Frank aus München. Das Buch will eine Anleitung zum Handeln heute liefern. Ohne Berücksichtigung historischer Erfahrungen ist dies unmöglich. Es gab Widerstand gegen den Faschismus sowohl in der Provinz – es werden dabei reale Personen benannt- wie in der Großstadt. Der Held des Romans ist entsetzt über die kampflose Kapitulation der Arbeiterbewegung nach dem 30 Januar 33. Viele Kommunisten in Burghausen, Penzberg und München, forderten nicht nur einen Aufruf zum Generalstreik,, sondern kollektiven bewaffneten Widerstand. Die Hoffnung dieser Kommunisten war dadurch die sozialdemokratischen Arbeiter mitzureisen. Aber die Führungen der Arbeiterparteien lehnten aktive Kampfmaßnahmen ab. Die Gewerkschaften verweigerten sich dem Aufruf zum Generalstreik.. In München kapitulierte die sozialdemokratische Führung des ADGB vor der Belagerung des Gewerkschaftshauses im März 33 durch die Nazis. Die KPD im Untergrund war ziemlich schnell von Spitzeln der Gestapo durchsetzt. Dennoch gibt es heldenhaften Widerstand. Breit wird die Tätigkeit des Gestapo Agenten „ Theo“ – Max Troll aus Giesing in der bayerischen KPD dargestellt. Diese Tätigkeit war verhängnisvoll. Der Nachfolger von Theo ließ 1938 eine illegale Zelle der KPD bei der Wacker Chemie in Burghausen auffliegen. All das ist nicht erfunden. Mühsame Recherche war notwendig. Zu ihrer letzten Frage: Es gab auch in dem Marktflecken Kraiburg am Inn einige Einzelpersonen im Widerstand. Auch diese werden mit Klarnamen benannt. Natürlich auch der Kraiburger Ortsgruppenleiter der NSDAP Diener.

 

Hier ein noch nicht lektorierter Auszug au dem Buch welches am 24 September erscheint.

http://www.max-brym.de.rs/verrat-in-muenchen-und-burghausen-neues-buch

 

Eine Bestellung kann hier erfolgen http://www.bookra-verlag.de/b17.html

 

Ich bin auf Ihre Meinung gespannt.

Viele Grüße Max Brym

Foto Max Brym

Bildergebnis für max brym

 

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